Strahlenschutzrecht

Themenkoordinator

Dipl.-Ing. Wolfgang Haider
Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft,
Umwelt und Wasserwirtschaft, Abt. V/7 - Strahlenschutz
A-1031 Wien, Radetzkystraße 2
Tel.: +431 71100 4212
FAX: +431 7122331

 

Aktuelles

Am 20. Juni 2013 ist eine Novelle zum Strahlenschutzgesetz (BGBl. I Nr. 106/2013) kundgemacht worden, die zwei wesentliche Änderungen betreffend Behördenverfahren im Strahlenschutz beinhaltet.

  • Erstens werden die anlässlich der Verwaltungsreform 2001 vorgenommenen Zuständigkeitsübertragungen von den Ländern zu den Bezirken zurückgenommen, mit dem Ziel von Effizienzsteigerungen durch die Bündelung der Strahlenschutzkompetenzen auf Länderebene;
  • Zweitens werden die behördlichen Überprüfungsintervalle von Strahlenbetrieben mit sehr niedrigem Gefährdungspotenzial von derzeit zwei auf drei bzw. vier Jahre erstreckt. Diese Erstreckung trägt dem Umstand Rechnung, dass aufgrund qualitätssichernder Vorschriften, durch periodische Meldeverpflichtungen an die Behörde sowie durch Einsichtnahme in die Zentralen Strahlenschutzregister den Behörden wesentliche Kontrollmöglichkeiten über Strahlenbetriebe auch ohne Vor-Ort-Überprüfung zur Verfügung stehen.

Die Änderungen treten mit 1. Juli 2013 in Kraft.

< Novelle >

 

Am 16. März 2012 ist eine Novelle zur Allgemeinen Strahlenschutzverordnung (AllgStrSchV) kundgemacht worden, die einerseits die Umsetzung der „Richtlinie 2009/71/EURATOM über einen Gemeinschaftsrahmen für die nukleare Sicherheit kerntechnischer Anlagen“ in nationales Recht und andererseits Änderungen zwecks besserer und einfacherer Sicherstellung des Strahlenschutzes in der Praxis zum Inhalt hat. Nachstehend finden Sie sowohl die Novelle als auch eine konsolidierte Fassung der AllgStrSchV, in die die Änderungen bereits eingearbeitet sind.
< Novelle >,  < konsolidierte Fassung >

 

Seit Ende 2011 sind in der zuständigen Arbeitsgruppe des Rates der Europäischen Kommission die Verhandlungen zur Finalisierung einer neuen Strahlenschutz-Grundnormen-Richtlinie, welche die bestehende Richtlinie aus dem Jahr 1996 (RL 1996/29/EURATOM) ersetzen soll, im Gange. Ziel der Europäischen Kommission ist ein Verhandlungsabschluss im Jahr 2013. Den Richtlinien-Entwurf der Kommission vom September 2011 finden Sie nachstehend. < Richtlinien-Entwurf >

 

Mit 29. Juni 2010 ist eine Novelle der Medizinischen Strahlenschutzverordnung in Kraft getreten. Die wesentlichsten Inhalte dieser Novelle sind die Einführung von Bestimmungen für die Teleradiologie, die Festlegung von Diagnostischen Referenzwerten für die Kinderradiologie und die Konkretisierung von weiteren Bestimmungen zum Schutz von Kindern bei medizinischen Expositionen (Röntgendiagnostik und Nuklearmedizin).
< Rechtstext >, < Anlage >




Relevante Rechtsdokumente im Strahlenschutz

Die folgende Dokumentsammlung stellt die wichtigsten nationalen und europäischen Rechtsmaterien, die für den Bereich Strahlenschutz relevant sind, zusammen. Außerdem finden Sie behördliche Informationen, die die Umsetzung des Strahlenschutzrechts in der Praxis erleichtern sollen (Erlässe, Leitfäden etc.).

NATIONALE RECHTSGRUNDLAGEN STRAHLENSCHUTZ – GELTENDE FASSUNGEN

  • Strahlenschutzgesetz (StrSchG),
    BGBl. 229/1969 idF BGBl. I Nr. 13/2006:
    < Rechtstext >

  • Medizinische Strahlenschutzverordnung (MedStrSchV),
    BGBl. II Nr. 409/2004 idF BGBl. II Nr. 197/2010:
    < Rechtstext >, < Anlagen >

  • Allgemeine Strahlenschutzverordnung (AllgStrSchV),
    BGBl. II Nr. 191/2006 (mit 1. Juni 2006 in Kraft getreten):
    < Rechtstext >, < Anlagen >

  • Strahlenschutzpass-Gebührenverordnung,
    BGBl. II Nr. 234/2006 (mit 1. Juli 2006 in Kraft getreten):
    < Rechtstext >

  • Strahlenschutzverordnung fliegendes Personal (FIP-StrSchV),
    BGBl. II Nr. 235/2006 (mit 1. Juli 2006 in Kraft getreten):
    < Verordnung >, < Anlagen >

  • Interventionsverordnung (IntV),
    BGBl. II Nr. 145/2007 (mit 27. Juni 2007 in Kraft getreten):
    < Rechtstext inkl. Anlagen >

  • Natürliche Strahlenquellen-Verordnung (NatStrV),
    BGBl. II Nr. 2/2008 (mit 8. Jänner 2008 in Kraft getreten):
    < Rechtstext inkl. Anlagen >

  • Radioaktive Abfälle-Verbringungsverordnung 2009 – RAbf-VV 2009,
    BGBl. II Nr. 47/2009 (mit 19. Februar 2009 in Kraft getreten):
    < Rechtstext >, < Anlagen >

RECHTSGRUNDLAGEN, AUF DIE DAS STRAHLENSCHUTZRECHT BEZUG NIMMT

Die genannten Rechtsgrundlagen in der jeweils geltenden Fassung können bei Bedarf aus dem Rechtsinformationssystem des Bundes (RIS, http://www.ris.bka.gv.at/Bund) heruntergeladen werden.

Rechtsmaterie

BGBl.-Nr.(StF)

Akkreditierungsgesetz

BGBl. Nr. 468/1992

Atomhaftungsgesetz

BGBl. I Nr.170/1998

Gewerbeordnung

BGBl. Nr. 194/1994

Lebensmittelsicherheits- und Verbraucherschutzgesetz

BGBl. I Nr. 13/2006

Maß- und Eichgesetz

BGBl. Nr. 152/1950

Medizinproduktegesetz

BGBl. Nr. 657/1996

Mineralrohstoffgesetz

BGBl. I Nr. 38/1999

MTD-Gesetz

BGBl. Nr. 460/1992

PSA-Sicherheitsverordnung

BGBl. Nr. 596/1994

Sicheheitskontrollgesetz

BGBl. Nr. 415/1992

Übereinkommen über die Sicherheit der Behandlung abgebrannter Brennelemente und radioaktiver Abfälle

BGBl.IIINr.169/2001

Verkehrs-Arbeitsinspektionsgesetz

BGBl. Nr. 650/1994

Verwaltungstrafgesetz

BGBl. Nr. 52/1991

Verwaltungsvollstreckungsgesetz

BGBl. Nr. 53/1991

Wehrgesetz

BGBl. Nr. 146/2001

 

SONSTIGE WICHTIGE NATIONALE DOKUMENTE

  • Durchführungserlass RT-Ausbildung:
    < Erlass >

  • Leitfaden Patientendosis und Arbeitsanweisungen:
    < Leitfaden >

  • Leitfaden Radon in Wasserversorgungsanlagen:
    < Leitfaden >

  • Leitfaden Sicherheitsanalyse – Störfallanalyse – Notfallplanung:
    < Leitfaden >

  • Leitfaden Kinderradiologie:
    < Leitfaden

 

EUROPÄISCHE STRAHLENSCHUTZ-RECHTSGRUNDLAGEN

  • Entscheidung des Rates 1987/600/EURATOM (Informationsaustausch im Fall einer radiologischen Notstandssituation):
    < Rechtstext >

  • Richtlinie 1989/618/EURATOM (Bevölkerungsinformation bei radiologischen Not-standssituationen):
    < Rechtstext >

  • Richtlinie 1990/641/EURATOM (Externe Arbeitskräfte):
    < Rechtstext >

  • Verordnung 1493/1993/EURATOM (grenzüberschreitende Verbringung von radioak-tiven Stoffen):
    < Rechtstext >

  • Richtlinie 1996/29/EURATOM (Strahlenschutz-Grundnormen):
    < Rechtstext >

  • Richtlinie 1997/43/EURATOM (Patientenschutz):
    < Rechtstext >

  • Richtlinie 2003/122/EURATOM (Hoch radioaktive und herrenlose Strahlenquellen):
    < Rechtstext >

  • Richtlinie 2006/117/EURATOM (Grenzüberschreitende Verbringung radioaktiver Ab-fälle und abgebrannter Brennelemente)
    < Rechtstext >

  • Richtlinie 2009/71/EURATOM (nukleare Sicherheit kerntechnischer Anlagen):
    < Rechtstext >

  • Richtlinie 2011/70/EURATOM (Entsorgung abgebrannter Brennelemente und radioaktiver Abfälle):
    < Rechtstext >


Verweise / Links

Bundesministerium für Gesundheit (BMG)

Auf der Homepage des BMG finden Sie unter http://bmg.gv.at/home/Schwerpunkte/Praevention/Strahlenschutz/ diverse Informationen zum Thema Strahlenschutz aus dem Kompetenzbereich des Gesundheitsressorts. Neben Inhalten betreffend ionisierende Strahlung werden auch Informationen zur Thematik der nichtionisierenden Strahlung geboten.

Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft (BMLFUW)

Die Strahlenschutzabteilung des BMLFUW bietet Ihnen in einem Bereich der BMLFUW-Homepage einen gesonderten Internetbereich, der über www.strahlenschutz.gv.at aufrufbar ist.

Sie finden dort sehr umfangreiches Informationsmaterial über alle wesentlichen Strahlen-schutzbereiche, die in den Kompetenzbereich des BMLFUW fallen.

Zu den beim BMLFUW angesiedelten Zentralen Strahlenschutzregistern gemäß Strahlen-schutzgesetz gelangen Sie unter www.strahlenregister.gv.at.

Europäische Kommission

Auf der – nur in englischer Sprache verfügbaren – Internetseite http://ec.europa.eu/energy/nuclear/index_en.htm wird von der Europäischen Kommission Wissenswertes zum Thema „Atomenergie und Strahlenschutz“ bereitgestellt. Durch Anklicken des Links „radiation protection“ gelangt man in den Strahlenschutzbereich, der Link „safety“ führt in den Bereich der nuklearen Sicherheit.


Nach oben

Mitgliedsbereich