Aus- und Weiterbildung

Fundierte Ausbildung, Einschulung und laufende Weiterbildung des Personals sind wichtige Grundvoraussetzungen für den sicheren Umgang mit ionisierender Strahlung.

Für einige Funktionen im Zusammenhang mit der Anwendung ionisierender Strahlung sind neben höherer Schul- und/oder Berufsausbildung noch zusätzlich die Absolvierung spezifischer Strahlenschutz-Kurse verpflichtend vorgeschrieben.

  • Strahlenschutzbeauftragte und deren Vertreter/innen

Aus- und Fortbildungsanforderungen von Strahlenschutzbeauftragten und deren Vertreter/innen sind in der Allgemeinen Strahlenschutzverordnung definiert; dabei richtet sich das geforderte Niveau der Ausbildung nach dem Gefährdungspotential bzw. der technischen Komplexität einer Strahlenanwendung:
für Anwendungen in der Human-, Zahn- oder Veterinärmedizin in §41) (Link zu: https://www.ris.bka.gv.at/Dokumente/Bundesnormen/NOR40077940/NOR40077940.pdf )
für nicht-medizinische Anwendungen in §42) (Link zu: https://www.ris.bka.gv.at/Dokumente/Bundesnormen/NOR40077941/NOR40077941.pdf )
für Forschungsreaktoren in §43) (Link zu: https://www.ris.bka.gv.at/Dokumente/Bundesnormen/NOR40137285/NOR40137285.pdf )
Inhalt und Umfang für gesetzlich vorgeschriebene Ausbildungen für Strahlenschutzbeauftragte und deren Vertreter/innen sind in der Anlage 8 der AllgStrSchV (Link zu: https://www.ris.bka.gv.at/Dokumente/Bundesnormen/NOR40201303/NOR40201303.pdf ) zu finden.

Im medizinischen Bereich gibt es auch verpflichtende Strahlenschutz-Ausbildungen für

Inhalt und Umfang für diese gesetzlich vorgeschriebene Ausbildungen sind in der Anlage 7 der AllgStrSchV (link zu: https://www.ris.bka.gv.at/Dokumente/Bundesnormen/NOR40137309/NOR40137309.pdf) zu finden.

Um die Ausbildungsqualität sicherzustellen, veröffentlichen die zuständigen Ministerien Listen anerkannter Kursanbieter für Strahlenschutzausbildungen:

Strahlenschutz – Fortbildungen
für alle oben genannten Funktionen sind zumindest alle 5 Jahre Strahlenschutz-Fortbildungen  im Ausmaß von 4 oder 8 Stunden gesetzlich vorgeschrieben. Die entsprechenden Kurse sind ebenfalls spezifisch auf die jeweilige Anwendung abgestimmt und werden von den anerkannten Ausbildungsstellen angeboten. Darüber hinaus kann die Behörde auch den Besuch einschlägiger Tagungen (z.B. Radiologie-Kongresse) oder anderer Strahlenschutz-Kurse als Fortbildung anerkennen.

Notfallpersonal für radiologische Ereignisse
Für die Bewältigung von Notfallsituationen im Zusammenhang mit Strahlenquellen und Kontaminationsereignissen müssen Einsatzkräfte speziell ausgebildet sein (Interventionsverordnung §12) link zu: https://www.ris.bka.gv.at/Dokumente/Bundesnormen/NOR40198529/NOR40198529.pdf . Diese Strahlenschutz-Ausbildungen sind in Anlage 7 definiert. Link zu: https://www.ris.bka.gv.at/Dokumente/Bundesnormen/NOR40198540/NOR40198540.pdf

Nichtionisierende Strahlung

Strahlenschutz im Zusammenhang mit Anwendungen von Laserlicht in Technik und Medizin wird durch die zunehmende Nutzung immer bedeutender.

Ausbildungen für Laserschutzbeauftragte sind empfohlen aber derzeit nicht gesetzlich vorgeschrieben. Anforderungen an die Ausbildung sind in ÖNORM S 1100-2 „Laserschutzbeauftragter, Teil 2: Anforderungen an die Ausbildung“ beschrieben (link zu: https://shop.austrian-standards.at/Preview.action?preview=&dokkey=403366&selectedLocale=de ). Dabei werden die Besonderheiten medizinischer und technisch-industrieller Anwendungen getrennt berücksichtigt.

Autorin: Friederike Strebl  (mailto:friederike.strebl@seibersdorf-laboratories.at )

Seibersdorf Labor GmbH
2444 Seibersdorf
Tel.: +43 50550-3265